Aus der Geschichte der Firma SpanSet: Erik Ehnimb, der Pionier in der Gurtentwicklung und Mitgesellschafter der Firma Klippan, gründete 1966 SpanSet Schweden.

Geschichte

1966 - Gründung SpanSet Schweden
Erik Ehnimb, der Pionier in der Gurtentwicklung und Mitgesellschafter der Firma Klippan, gründete 1966 SpanSet Schweden. 

1966 - Gründung von weiteren SpanSet-Gesellschaften
Gründung eigenständiger Gesellschaften in Deutschland, Frankreich, Italien und England. 

1967 - Gründung der SpanSet AG in Hombrechtikon/ZH
Zunächst wurden fertige Hebebänder und Zurrgurte (Spanngurte) aus dem SpanSet-Stammhaus in Malmö importiert. Bereits 1968 wurden die ersten Zurrgurte (Spanngurte) und Hebegurte in Hombrechtikon genäht. Ende der 60er Jahre waren Hebebänder und Zurrgurte völliges Neuland für den Verwender. Deshalb wurden die angebotenen Produkte zunächst belächelt. Doch der Siegeszug der Sicherheitsgurte, Hebebänder und Zurrgurte war unaufhaltsam.


Von der neuen Zentrale SpanSet Inter AG in der Schweiz wurde nun ein weltweites Produktions- und Vertriebsnetz aufgebaut mit Firmengründungen in Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika.

1970 - Entwicklung der Pipeline-Hebeband-Matte
Die frühen 70er Jahre sind die Zeit der internationalen Großprojekte. Ein Beispiel ist das berühmte Röhren-Gas-Geschäft mit der ehemaligen Sowjetunion: SpanSet entwickelte zusammen mit Mannesmann Anlagenbau Hebebandmatten zur Großrohrverlegung mit Tragfähigkeiten bis zu 60 Tonnen. Oder der Transport der VW-Montageteile nach Lagos/Nigeria: Gemeinsam mit VW entwickelt SpanSet Hebebandkonstruktionen für den Transport von Großraumkisten (auch durch Hubschrauber).

1973 - Entwicklung der Kleeblatt-Schlingen
SpanSet ermöglicht 1973 mit der Entwicklung der Kleeblattschlinge den rationelleren Umschlag von Sack- und Kartongütern auf Paletten. Hunderttausende Bestellungen machten das Produkt zum Welterfolg.

1976 - Der Ledergurt gehört an den Hosenbund…
Einige Highlights verdienen es, hervorgehoben zu werden. 1976 wurde erstmals eine GS-Plakette für Zurrgurte (Spanngurte) von der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltung an SpanSet erteilt. Gemeinsam mit den Ford-Werken entwickelt SpanSet 1978 ein Zurrgurtsystem zur Ladungssicherung von PKW auf Autotransportern. Das System bietet weit mehr Sicherheit als die alten Ledergurte und löst sie endgültig ab.

1979 - Entwicklung der Beschichtung für Hebebänder und Rundschlingen
Ein weiterer wichtiger Schritt war 1979 die Entwicklung der secutex-Beschichtung für Hebebänder und der Schutzschläuche in der später gegründeten Firma secutex-Hebetechnik GmbH. Hierdurch wurden Hebebänder und Rundschlingen erstmalig zum Heben und Wenden von rauen und scharfkantigen Lasten einsetzbar.

1981 - Entwicklung von Schlingen für den Mehltransport
Neue Produkte und Patente, industrielle Qualitätssicherung, Umsatzrekorde - die 80er Jahre brachten Jahr für Jahr neue Spitzenergebnisse. 1981 wurden die ersten Spezialschlingen für Mehltransporte in die Staaten der heutigen GUS geliefert. Im Lauf der folgenden zehn Jahre produzierte SpanSet mehr als eine Million dieser Schlingen für den Osten.

1982 - Gründung der Firma SpanSet-secutex
Im Herbst 1982 erfolgte die Gründung der Firma SpanSet-secutex GmbH mit Heinz Franke als geschäftsführendem Gesellschafter.

1983 - SpanSet beteiligt sich an der Mitarbeit an der Richtlinienerstellung
Ebenfalls in die 80er Jahre fällt SpanSets Mitarbeit an der Richtlinienerstellung durch den VDI (Verein Deutscher Ingenieure) zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen. Ergebnis der Zusammenarbeit ist die heute noch gültige Richtlinie VDI 2700, die zwischenzeitlich unter Beteiligung der SpanSet-Techniker um viele VDI-Richtlinien ergänzt wurde. Weitere Richtlinien sind bereits in Arbeit und werden folgen.

1984 - Weltneuheit Ergo-Ratsche wird vorgestellt
Eine weitere Weltneuheit ist die SpanSet-Ergo-Ratsche: SpanSet entwickelte die erste Hubzugratsche mit Vorspannmessanzeige. Heute sind nahezu alle Bundeswehreinheiten mit dieser hochmodernen Verzurrausstattung ausgerüstet. Auch der Braunkohlegigant Rheinbraun rüstet 1985, stellvertretend für eine Vielzahl von großen Industrieunternehmen, in allen Betriebsteilen von Hanfseilen auf SpanSet-Rundschlingen um. Begründung: Höhere Tragfähigkeiten und Erfüllung strengster Voraussetzungen an die Arbeitssicherheit.

1985 - SpanSet schult Kunden in der Hebe- und Ladungssicherungstechnik
Sicherheit in der Höhensicherungs-, Hebe- und Ladungssicherungstechnik muss sich täglich in der Praxis beweisen und auch aus ihr heraus erarbeitet werden. Deshalb bietet SpanSet im firmeneigenen Schulungszentrum in Übach-Palenberg Praxis-Seminare in der Höhensicherungs-, Hebe- und Ladungssicherungstechnik an und steht so in einem ständigen Dialog mit den Anwendern. Hier ergeben sich oft entscheidende Impulse für bahnbrechende Neuerungen – Praxisnähe und Verbraucher-Orientierung sind für SpanSet deshalb selbstverständlich. 

1987 - Patentierung von Innovationen
Die neue Rundschlingengeneration wird mit der Textildrahtverstärkung im Schutzmantel und der erhaben eingewebten Tragfähigkeitsangabe ausgerüstet. Hierdurch wird die Einreissfestigkeit des Schutzmantels erhöht und die Tragfähigkeitsangabe ist selbst bei stark verschmutzten Rundschlingen bestens ablesbar. Mit dem neuen Power-Hebeband-Programm geht SpanSet einen neuen Weg: Per Zollstock messbare und durch eine besondere Webstruktur sicht- und messbare Tragfähigkeit erhöhen die Anwendersicherheit.

1989 - Einrichtung einer unabhängigen und selbstständigen Qualitätssicherung
SpanSet richtete bereits 1989 die selbstständige und unabhängige Abteilung "Qualitätssicherung” ein. Die Abteilung wird mit modernster Technik ausgestattet und die Qualitätssicherung unzertrennlich mit der Firmenphilosophie verbunden.

1994 - SpanSet erstmals nach DIN ISO 9002 zertifiziert
SpanSet wird bereits 1994 durch den TÜV Rheinland ein nach DIN ISO 9002/EN 29002 geführtes Qualitätsmanagementsystem bescheinigt. Doch damit nicht genug! Das SpanSet-Qualitätsmanagement ist gegenwärtig nach DIN EN ISO 9001:2000 durch den TÜV Rheinland zertifiziert.

1995 - ABS-Druckratsche
SpanSet stellt wieder eine Weltneuheit vor: die ABS-Druckratsche. Sie ermöglicht erstmals ein stufenweises Lösen der gespannten Ratsche. So können z.B. kippgefährdete Güter rechtzeitig abgefangen werden.

1997 - Absturzsicherung durch Persönliche Schutzausrüstung
SpanSet Deutschland startet die Produktion und den Vertrieb von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).

1998 - Joker-Haken revolutioniert die Einsatzmöglichkeiten in der Hebetechnik
Der Joker-Haken ermöglicht erstmals, eine Rundschlinge oder ein Hebeband in wenigen Sekunden zu einem Gehänge umzufunktionieren. Kombiniert mit dem Vario-Joker-Aufhängekopf finden bis zu vier Rundschlingen einen separaten Aufhängepunkt, womit ein Abquetschen der einzelnen Stränge in einem unzureichend dimensionierten Kranhaken wirkungsvoll ausgeschlossen wird.

Ebenfalls 1998 erhöht SpanSet die Tragfähigkeit der Magnum-Rundschlingen auf 100 t mit einer maximalen Nutzlänge von 60 m. Ihre Feuerprobe bestanden diese Schlingen übrigens am 6. Juli in Kaiserslautern, als damit ein 110 m langes und 300 t schweres Tribünendach auf das Fritz-Walter-Stadion gesetzt wurde.

1999 - ErgoABS-Zugratsche
Aufgrund des großen Erfolgs bietet SpanSet seit 1999 auch die Ergo-Zugratsche und die Schwerlastratsche mit dem ABS-System an. Auch die Nato hat bei ihren Friedenseinsätzen die Vorteile der ABS-Ratsche erkannt – immer mehr Mitgliedsstaaten vertrauen auf SpanSet-Technik.

2001 - Längenanpassung durch Vario-Sling und Vario-Web
Mit der Vario-Sling entwickelt SpanSet den ersten Verkürzer für textile Rundschlingen und mit dem Vario-Web den Verkürzer für Hebebänder und präsentiert diese erstmalig auf der Messe "Arbeitsschutz + Arbeitsmedizin 2001" in Düsseldorf dem Fachpublikum. Beide Gesenkschmiedeteile wurden zum Patent angemeldet.

2002 - Entwicklung des Tension Force Indicator (TFI)
Mit dem Tension Force Indicator entwickelt SpanSet als erster eine in einer Zugratsche integrierte Vorspannanzeige, die direkt an der Ratsche die tatsächlich erreichte Vorspannkraft anzeigt. Die patentierte Neuentwicklung sorgt für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit beim Einsatz von Zurrsystemen.

2005 - Antirutschmatte SpanSet-Grip
Mit SpanSet-Grip bietet SpanSet eine neu entwickelte Anti-Rutsch-Matte aus Vollgummi als Ladungssicherungshilfsmittel an, die in vielen Eigenschaften neue Maßstäbe setzt. Für übliche Transportgewichte wird SpanSet-Grip in einer Materialdicke von 2,0 mm und für den Schwertransport in 9,5 mm angeboten.

2006 - Formschlüssige Ladungssicherung durch TruXafe
Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover präsentiert SpanSet mit TRUXAFE ein neues System zur formschlüssigen Ladungssicherung für Curtainsider. TRUXAFE besteht aus Sperrbalken, Seitenlatten und Verzurrung und lässt sich äußert variabel an die jeweilige Ladungssicherungs-Situation anpassen. Es erfüllt in punkto Sicherheit auch die zu dem Zeitpunkt verschärften gesetzlichen Anforderungen des § 22 STVO.

2008 - EasyLash-Einwegsysteme: Mit wenig Aufwand Ladungen effektiv sichern
SpanSet hat bei der Entwicklung sein umfangreiches Know-how in ein überzeugendes Einweg-Konzept umgesetzt. Mit der umfangreichen EasyLash-Produktpalette lassen sich Güter bei allen Transporten per Container, Bahn oder Schiff – auch im internationalen Versand – zuverlässig, mühelos und preiswert sichern.

2009 - Magnum-X 
Die neue Magnum-X-Schwerlastrundschlinge mit einer Tragfähigkeit von 10 bis 150 Tonnen wurde entwickelt, welche bis zu 50% schmaler als vergleichbare Rundschlingen ist. 

2009 - Einweihung des neuen Schulungszentrums

Mit neuen zusätzlichen Räumlichkeiten stehen in Übach-Palenberg jetzt insgesamt vier große Schulungsräume zur Verfügung. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, parallel mehrere Seminare zu veranstalten. 


2016 - SpanSet heute
Heute umfasst die SpanSet-Gruppe über 15 Produktions- und Vertriebsgesellschaften mit etwa 500 Mitarbeitern.